Vergangene Treffen
Januar 2007
Stephan Nufer: Remote Usability Tests – eine Erweiterung der Usability-Toolbox für Online-Shops
Usability-Tests im Labor haben eine Reihe von inhärenten Schwächen, die im Wesentlichen auf die künstliche Laborsituation zurückzuführen sind. Der vorliegende Beitrag berichtet über die Gründe, die zur Entwicklung eines speziellen Remote-Testing-Ansatzes geführt haben und beschreibt, wie dieser die Schwächen vermeiden kann. Nachfolgend werden sowohl der Ansatz als auch zwei Evaluationsstudien vorgestellt, die die Ergebnisqualität eines Remote- und eines Labor-Tests im Kontext des Online-Shoppings bewerten.
Dezember 2006
Harald Weinreich über den Wandel in der Benutzung des World Wide Webs.
Dieser Beitrag präsentiert ausgewählte Ergebnisse einer Langzeitstudie mit 25 Teilnehmern zur Benutzung des Webs. Eine Gegenüberstellung mit den Ergebnissen der letzten vergleichbaren Studien offenbart eine deutliche Veränderung im Navigationsverhalten der Nutzer. Neue Angebote und Dienste des Webs sowie die Möglichkeiten aktueller Web-Browser, führen offenbar zu neuen Navigationsstrategien. Gleichzeitig weisen unsere Ergebnisse darauf hin, dass dieser Wandel nicht adäquat bei der Weiterentwicklung der Browser berücksichtigt wurde und die Anwender infolgedessen mit neuen Problemen konfrontiert werden. Insbesondere das Zurückkehren zu Seiten – sowohl nach kurzer als auch nach längerer Zeit – stellt neue Anforderungen an die Benutzungsschnittstelle der Browser.
Dafür gab es zur Mesch und Computer in Gelsenkirchen und zur World Wide Web Conference in Edinburgh jeweils den Best Paper Award. Co-Autoren waren Hartmut Obendorf, Matthias Mayer und Eelco Herder.
Resonanz
November 2006
Mitch Hatscher und Mark Rees über die EuroGEL 2006, die Anfang September in Kopenhagen stattgefunden hat.
Wir sprachen auch kurz über Barry Schwarz’ Paradox of Choice – Why More is Less“. Dieser Vortrag in der Reihe Google TechTalks ist sehr mit seinem Beitrag zur GEL 2005 vergleichbar.
Juli 2006
Ramona Tietz über Microsoft Office 2007
Microsoft hat das User Interface von MSOffice einer Radikalkur unterzogen. Weg mit Menüs, weg mit Toolbars, deren Sinn und Benutzbarkeit mehr dogmatisch denn pragmatisch waren. Wir werfen einen Blick auf die Beta-Version des neuen Office unter Windows Vista und diskutieren, was Context-Tabs und Ribbon zu bieten haben.
Resonanz
Juni 2006
Patrick Roelofs von Tribal DDB führt uns durch die Konferenz Good Experience Live 2005 – mit Mark Hurst (auch live)
Resonanz
Mai 2006
Stephan Reimer über Wissen 2.0. Wikis, Blogs & CMS im Unternehmenskontext – In welcher Form lassen sich mit Open-Source-Tools Wissens- und Informationsmanagement realisieren?
Resonanz
April 2006
Ich schau’ Dir in die Augen, Kleines. – Humphrey Bogart in Casablanca
Elisabeth Lesemann und Rainer Gibbert über Eye-Tracking.
März 2006
Wenn ich Visionen habe, gehe ich zum Arzt – Helmut Schmidt
Matthias Müller-Prove über HCI-Visionen in Hollywood-Filmen, Firmen-Visionen und Forschungs-Prototypen.
Februar 2006
Hartmut Obendorf über Minimalismus.
weniger ist mehr!? – wovon, wofür, wann?!
Links zu "Minimalismus"
- Edward Strickland - Minimalism: Origins
Sehr gründliche kunsthistorische Aufarbeitung des Minimalismus in Malerei, bildender Kunst und Musik; versucht auch, Ursprünge und Vorläufer herauszuarbeiten.
- James Meyer - Minimalism - Art and Polemics in the 1960s
Sehr differenzierte Darstellung, die weder versucht, Künstler in Schubladen einzusortieren, noch eine lineare zeitliche Entwicklung aufzeigt, sondern die Entwicklung und Begegnung einzelner Künstler verfolgt und die entstehenden Spannungen und Synergebnisse dokumentiert.
Links zu "Simplicity in Design"
- Scott Jenson - The Simplicity Shift u.a.
Scott ist ein in der Gestaltung von Mobilgeräten und -applikationen ziemlich erfahrener Designer und versucht in diesem Buch vor allem Manager anzusprechen; er konzentriert sich auf die Frage, wie "Einfachheit" in den Entwurfsprozess integriert werden kann und gibt immer wieder nette Designbeispiele.
- Jack Trout, Steve Rivkin - The Power of Simplicity.
Wie kann man ein komplexes Unternehmen in einer komplexen Welt beherrschbar halten? Dieser Frage widmen sich die Autoren, die als Unternehmensberater ihren Kunden den Ratschlag geben, ihr "Portfolio" klein zu halten und sich auf den "Kern" ihres Unternehmens zu konzentrieren.
- Steven M. Cristol, Peter Sealey - Simplicity Marketing
Schlägt in dieselbe Kerbe, widmet sich aber noch mehr der Verkaufsfrage: Wie kommuniziere ich Einfachheit meinen Kunden - welche Vorteile entstehen für mich und für sie? Von der Zahnpasta bis zu Software...
- Jakob Nielsen - Designing Web Usability. The Practice of Simplicity.
Kann man nicht verschweigen, wenn man über Einfachheit spricht, bleibt aber größtenteils wenig konkret.
- Steve Krug - Don't make me think
Vermutlich denen, die sich mit Webdesign beschäftigen, schon bekannt, trotzdem – und trotz der manchmal arg zugespitzten Argumentation - aber lesenswert. Betont, wie sehr Einfachheit von Benutzern gewünscht wird (aus Zeitnot und Bequemlichkeit, nicht Dummheit).
Januar 2006
Florian Egger: Präsentation der Usabilitytest-Software Morae
Morae ist eine Software des amerikanischen Unternehmens TechSmith. Es ist eine rein digitale Lösung, die Benutzer- und Systemdaten aufnimmt und eine Usability-Analyse von Software, Websites, Intranets und e-Business-Anwendungen ohne speziell eingerichtetem Labor ermöglicht.
Durch die patentierte Rich-Recording-Technologie werden automatisch folgende Datenströme in einer gemeinsamen Aufnahmedatei synchronisiert:
- Bildschirmvideo
- Kameravideo und Audio
- Webseiten-Änderungen
- Mausklicks
- Tastatureingaben
- Ereignisse im Fenster/Dialog
- Text, der auf dem Bildschirm erscheint
Mehr unter techsmith/morae/
Die Präsentation von Morae wird von NetFlow in Kooperation mit dem User Experience Roundtable Hamburg organisiert. Florian Egger (telono.com), ein Partner von TechSmith aus der Schweiz, wird Morae vorstellen.
Dezember 2005
Spezifikationen – (k)eine Produktivitätsbremse: Christian Jansen berichtet in seinem Vortrag über die Erfahrungen, die er bei der Einführung eines Spezifikationsprozesses für OpenOffice.org (und StarOffice) gemacht hat. Der Vortrag vermittelt einen Eindruck davon, was in einem Open Source Projekt durch Spezifikationen erreicht werden kann. Er zeigt auf wo und warum der ursprüngliche Spezifikationsprozess modifiziert werden musste und gibt einen Ausblick auf zukünftige Schritte.
November 2005
Rolf Molich: Fünf Mythen über Usability-Testing
Oktober 2005
We are not passenger, we are all crew on spaceship earth. Marshall McLuhan
Matthias Müller-Prove: Nachlese zur Ars Electronica und Mensch und Computer 2005 in Linz im vergangenen Monat.
Juli 2005
Kai Guse, Matthias Müller-Prove: reboot 7.1
Wir berichten von der reboot 7.0 Konferenz in Kopenhagen.
Juni 2005
Christian Jung: Die Desktop-Metapher ist tot
There is no trash can! Believe me! No trash can! It is just pixels!" (Bruce Tognazzini, Amsterdam 2004)
Die Schreibtisch-Metapher mit Ordner, Werkzeugen und Papierkorb hat seit den 70er Jahren vielen Menschen den Zugang zu der Welt der Computer eröffnet und diesen so erfolgreich gemacht. Es mehren sich nun aber Anzeichen dafür, dass konkrete bildhafte Hilfsmittel nicht nur überflüssig, sondern sogar hinderlich bei der Computernutzung sind. Anwender haben sich schon für eine andere Form der Organisation von Daten auf dem Computer entschieden.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte des PCs und des Desktops und zeigt die neuen Trends der Interaktion zwischen Mensch und Maschine.
Resonanz
Mai 2005
Peter Seliger: Vom Reinen, Wahren, Guten – HTML und CSS
Die Hypertext Markup Language (HTML) wurde 1989 am Kernforschungszentrum CERN entwickelt, um Dokumente und Informationen plattformunabhängig zwischen den Forschern weltweit auszutauschen. Die Ansatz war erfolgreich und setzte sich seit Mitte der 1990er Jahre dann auch für den kommerziellen und öffentlich Bereich durch. Der Browser-Krieg zwischen Netscape und Microsoft führte dazu, dass die Sprache HTML rasant weiterentwickelt wurde, um immer mehr Gestaltungs-Elemente anbieten zu können. Daraus resultierte ein Sprachkauderwelsch, der heute die eigentliche Idee des HTML kaum noch erahnen läßt.
Peter Seliger wird uns anhand einzelner Beispiele zeigen, wie man mit HTML und Cascading Stylesheets (CSS) Dokumente erstellt, die gut strukturiert und flexibel einsetzbar sind und die zu benutzbaren und zugänglichen Web-Sites führen und die in Zukunft auch immer besser aussehen werden.
April 2005
Brigitte Bornemann-Jeske und James Kalbach: Web-Accessibility
- Das Regelwerk Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) an sich, die Weiterentwicklung WCAG 2 und die Gesetzeslage in Deutschland:
- Es gibt ja viele Klagen über die WCAG-Regeln, dass sie nicht leicht zu verstehen sind, dass sie veraltet oder unrealistisch oder sogar falsch sind. Inzwischen sind die meisten Unklarheiten beseitigt worden. Das BIK-Testverfahren dokumentiert eine allgemein akzeptierte Interpretation.
- Testverfahren und Zertifizierungsansätze:
- Wie kann man die Gebrauchstauglichkeit über Gestaltungsregeln á la WCAG sicher stellen? Das BIK-Testverfahren ist expertenbasiert, während bei Usability-Tests Nutzer beobachtet und befragt werden.
- Strategien beim Verhandeln mit Kunden und Hinweise zur erfolgreichen Umsetzung der Regeln
März 2005
Rainer Gibbert: HCI Patterns im allgemeinen – und eine Design Pattern-Sprache für mobile Applikationen mit dem Schwerpunkt Navigationssysteme im besonderen
Februar 2005
Karen Lindemann: Usability-Test versus Heuristische Evaluation – Vergleich zweier Methoden am Beispiel einer Fallstudie
Am Beispiel einer Website wurden die Ergebnisse eines Usability-Tests und einer heuristischen Evaluation – einer Prüfung durch drei professionelle Usability-Experten – miteinander verglichen. Die identifizierten Usability-Probleme wurden nicht nur beschrieben, sondern auch nach Schweregrad bewertet und einer Problemkategorie zugeordnet.
Januar 2005
Thomas Vogt: Assistenzformen
Die hohe Komplexität von Softwareanwendungen hat zur Folge, dass es nahezu unmöglich ist, die ganze Leistungsfähigkeit eines Systems zu nutzen. Wäre es da nicht schön, wenn Nutzern nicht nur ein leichter Einstieg in ein System geboten wird, sondern sie auch in ihrem alltäglichen Umgang dabei unterstützt werden, kontinuierlich mehr über das System zu lernen? Dann könnte man die angebotene Funktionalität besser ausschöpfen.
Wir wollen untersuchen, wie Nutzern so eine Unterstützung gegeben werden kann. Zunächst werfen wir einen Blick auf Microsoft Bob und den Office-Assistenten (vulgo: die Büroklammer) als wohl bekanntesten Lösungsversuch. Danach wird mit dem maxblue Lotsen eine praktische Umsetzung zeitverzögerter Nutzungshinweise für eine High-Traffic-Website vorgestellt.
Dezember 2004
Matthias Müller-Prove: Social Computing – ein Suchtbericht. Exemplarisch werden die Plattformen orkut und XING als Vertreter von Online-Netzwerken vorgestellt.
November 2004
Olde Lorenzen-Schmidt: Personas
Oktober 2004
James Kalbach, Matthias Müller-Prove: Nachlese zur Mensch und Computer 2004 in Paderborn im vergangenen Monat.
April 2004
Matthias Müller-Prove: Patterns
Dezember 2003
Matthias Müller-Prove: User Experience bei Sun Microsystems
November 2003
James Kalbach: Research-Based Web Design & Usability Guidelines, National Institute of Health (Buchvorstellung)
Oktober 2003
Petra Vogt: Nachlese zur Mensch und Computer 2003 in Stuttgart
Matthias Müller-Prove: Nachlese zur INTERACT 2003 in Zürich
Juni 2003
Usability praktisch umsetzen – Handbuch für Software, Web, Mobile Devices und andere interaktive Produkte, Buchvorstellung unter Anwesenheit von 6 Autoren: Petra Vogt, Sven Heinsen, James Kalbach, Ariane Kempken, Olde Lorenzen-Schmidt, Matthias Müller-Prove
Mai 2003
James Kalbach: Nachlese zur CHI 2003 in Fort Lauderdale, Florida
Axel Jack Metayer: Werbetexte Online. So schreiben Sie für's Internet (Buchvorstellung)
November 2002
James Kalbach: Flow
Oktober 2002
Matthias Müller-Prove: Nachlese zur Mensch und Computer 2002 in Hamburg
März 2001
unser erstes Treffen
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